Öffentliches Laden: Steckertypen und Ladesäulen im Überblick
Öffentliche Ladesäulen sind vielfältig – Schuko, Typ 2, CCS, CHAdeMO. Dieser Ratgeber zeigt, welche Steckertypen Sie antreffen, welche Leistung sie liefern und wie Sie die richtige Ladesäule für Ihr Auto finden.
Typ-2-Stecker: Der europäische AC-Standard
Typ 2 ist der häufigste Stecker an öffentlichen AC-Ladesäulen in Europa. Die sieberkontakt-Mennekes-Buchse wird von allen modernen europäischen E-Autos erkannt. Ladesäulen mit Typ 2 liefern typischerweise 11 kW oder 22 kW – Laden dauert also mehrere Stunden. Sie finden Typ-2-Säulen an Parkplätzen, Supermärkten und Arbeitgebergaragen. Vorteil: Standard, zuverlässig. Nachteil: Langsam für längere Fahrten – nur zum Zwischenladen oder Parkenladen sinnvoll.
CCS (Combined Charging System): Schnelladen mit Gleichstrom
CCS ist die moderne Variante für Schnellladungen mit Gleichstrom (DC). Die Buchse kombiniert Typ-2-AC-Kontakte mit zusätzlichen DC-Pins. CCS-Ladesäulen liefern 50 kW bis 350 kW (je nach Modell und Fahrzeug). Ein 60-kWh-Akku ist in 20–30 Minuten zu etwa 80 Prozent voll – ideal für Fernfahrten. CCS wird an Autobahnraststätten, Schnelllade-Parks und manchmal an Handelsketten installiert. Fast alle neuen E-Autos unterstützen CCS. Nachteil: Teuer – Betreiber erheben Gebühren (teuer pro kWh oder Ladevorgang).
Schuko (230 V): Die Notlösung unterwegs
Schuko-Steckdosen (230 V) sind überall, aber zum Laden zu langsam. 2,3 kW bedeuten viele Stunden für wenige Kilometer. Manche öffentliche Ladesäulen haben Schuko-Anschlüsse (meist kostenlos), aber real nutzen Sie die nur als äußerste Notlösung. In Deutschland verschwinden Schuko-Ladesäulen zunehmend – modernes Laden bedeutet Typ 2 oder CCS. Trotzdem: In ländlichen Gegenden oder älteren Parkplätzen findet man sie noch.
CHAdeMO: Das Schnelllade-System für ältere Nissan-Modelle
CHAdeMO ist ein älterer Schnelllade-Standard, hauptsächlich von Nissan und Mitsubishi verwendet. Die Buchse ähnelt einer gewöhnlichen Steckdose mit Lieferkabel. CHAdeMO liefert Gleichstrom (DC) mit bis zu 62 kW – ähnlich schnell wie frühes CCS. Problem: CHAdeMO wird in Europa und weltweit von neuen Standards verdrängt. Neuere Hersteller setzen auf CCS. Wer ein älteres Nissan Leaf fährt, findet CHAdeMO-Säulen noch in größeren Ballungsräumen – in ländlichen Gegenden wird es schwierig. Neufahrzeuge sollten CCS bevorzugen.
Ladesäulen finden: Apps und Netzwerke
Um öffentliche Ladesäulen zu finden, nutzen Sie Apps wie Chargemap, PlugShare oder die Hersteller-Apps (Tesla Supercharger, BMW i Charging etc.). Auch die Navigations-Apps moderner E-Autos zeigen Ladesäulen in der Nähe an. Bei Planung von Fernfahrten: Prüfen Sie voraus, welche Ladesäulen an der Route liegen, und reservieren Sie ggf. (manche Apps ermöglichen das). In Deutschland gibt es über 400.000 Ladesäulen – die Infrastruktur ist dicht.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mein Typ-2-Ladekabel an einer CCS-Ladesäule nutzen?
Ist Schnelladen mit CCS teurer als Laden mit Typ 2?
Wo finde ich kostenlose öffentliche Ladesäulen?
Ausstattung
Immer das passende Kabel griffbereit haben
Nicht jede Ladesäule hat ein eigenes Kabel. Vergleichen Sie Typ-2-Ladekabel für unterwegs und finden Sie die passende Länge für Ihren Kofferraum.
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